STIKO empfiehlt Impfung für Schwangere und enge Kontaktpersonen von Neugeborenen

 

(djd). Wenn ein Baby unterwegs ist, spielen Gesundheitsthemen bei den werdenden Eltern oft eine große Rolle. Denn nicht nur Schwangerschaft und Geburt sollen für Mutter und Kind möglichst komplikationslos verlaufen. Auch der Schutz des Neugeborenen und des jungen Säuglings vor Erkrankungen ist wichtig. Schwangere können dazu mit einem vollständigen Impfschutz beitragen. Manche Impfungen, wie etwa die Keuchhusten-Impfung, werden von der STIKO explizit während der Schwangerschaft empfohlen. In diesem Fall können sie die Mutter, vor allem aber das noch ungeborene Baby schützen.

 

Keuchhusten-Impfung
Werdende Mütter können durch einen guten Impfschutz zur Gesundheit ihres Babys beitragen.
Foto: djd/GlaxoSmithKline/Shutterstock

 

Bei Babys kann Keuchhusten zu Atemstillstand führen

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Zu den Risikogruppen für eine Keuchhusten-Erkrankung, auch Pertussis genannt, gehören ältere Erwachsene und Neugeborene. Für beide Gruppen kann die Krankheit mit schweren Komplikationen verlaufen oder sogar lebensbedrohlich sein. Gerade bei Kindern unter sechs Monaten ist häufig ein Krankenhausaufenthalt erforderlich. Die Übertragung der hochansteckenden Erkrankung, die durch das Bakterium Bordetella pertussis ausgelöst wird, erfolgt meist über enge Haushaltskontaktpersonen. Babys verfügen über keinen natürlichen Nestschutz gegen Keuchhusten. Die Impfung der Mutter in der Schwangerschaft kann das Kind in den ersten Lebensmonaten gegen die Erkrankung schützen. Sie sollte möglichst rechtzeitig erfolgen, damit genügend Antikörper auf das ungeborene Baby übertragen werden können. Die Ständige Impfkommission (STIKO) empfiehlt die Impfung gegen Keuchhusten in jeder Schwangerschaft zu Beginn des dritten Trimenons (idealerweise zwischen der 28. und 32. Schwangerschaftswoche) oder im Fall einer wahrscheinlichen Frühgeburt während des zweiten Trimenons. Sie ist auch im Mutterpass aufgeführt. Ab dem vollendeten zweiten Lebensmonat kann der Säugling dann selbst gegen Keuchhusten geimpft werden.

 

Auffrischung ist für Kontaktpersonen wichtig

Außerdem raten Experten engen Kontaktpersonen wie dem Vater, den Großeltern und Geschwistern sowie Babysittern, aber auch Freunden zu einer Keuchhusten-Impfung. Diese sollte spätestens vier Wochen vor dem errechneten Geburtstermin erfolgt sein, sofern die letzte Impfung mehr als zehn Jahre zurückliegt. Nur so wird ein schützender Kokon um das Neugeborene gebaut, der es vor der tückischen Atemwegserkrankung schützen kann. Mehr Informationen dazu gibt es unter www.impfen.de/keuchhusten**.

 

Keuchhusten-Impfung
Spätestens vier Wochen vor dem Geburtstermin sollten auch der Vater und andere enge Kontaktpersonen über eine Impfung gegen Keuchhusten nachdenken.
Foto: djd/GlaxoSmithKline/Shutterstock

 

Durch Keuchhusten-Impfung Schutz-Kokon fürs Baby bilden

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Ist ein Baby unterwegs, sollen nicht nur Schwangerschaft und Geburt unkompliziert verlaufen, auch der Schutz des Babys vor Erkrankungen ist wichtig. Während der Schwangerschaft wird eine Impfung gegen Keuchhusten empfohlen. Die Krankheit kann bei Babys zu Atemstillstand führen und muss häufig stationär behandelt werden. Die Impfung der Mutter in der Schwangerschaft kann das Kind in den ersten Lebensmonaten schützen. Die STIKO empfiehlt Schwangeren, sich in jeder Schwangerschaft zu Beginn des dritten Trimenons (28. bis 32. Schwangerschaftswoche) oder im Fall einer Frühgeburt im zweiten Trimenon impfen zu lassen. Außerdem empfehlen Fachleute engen Kontaktpersonen, die Keuchhustenimpfung spätestens vier Wochen vor dem Geburtstermin aufzufrischen. Mehr unter www.impfen.de/keuchhusten**.